Modellbaupraxis

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Seite 37, Fotos 169 bis 174
Die Bespannung... keine Angst, auch hier wollen wir versuchen Ihnen mit einigen Ratschlägen zu helfen. Beginnen Sie bei der Bespannung mit der Leitwerkseinheit, diese ist von der Arbeitweise vergleichsweise leicht zu bewältigen. Wichtige Hinweise haben wir auch in dem Bereich Werkzeugtechnik beschrieben. Selbstverständlich ist, dass alle zu bespannenden Bauteile fertig verschliffen und von Staub befreit sind.
Manche Modellflieger werden jetzt sagen, dass die Leitwerkskanten abgerundet werden müssen... (j)ein, bei dem PRIMO kann man das machen, notwendig ist es aber nicht und die Flugleistungen werden davon nicht beeinträchtigt. Das Bespannen geht aber mit den geraden, nicht verrundeten Kanten erheblich leichter.
Legen Sie den Leitwerksteil welchen Sie zuerst bespannen möchten (am besten die Leitwerksunterseite )auf die Rückseite der Bügelfolie auf ( evtl. über den Rand des Baubretts) und zeichnen sich den erforderliche Zuschnitt mit etwa 1 cm Überstand an. Nun schneiden Sie den Zuschnitt mit einer Schere oder einem Cutter aus. Entfernen Sie die Schutzfolie von der Kleberseite, jetzt die Bügelfolie mit der Kleberseite auf das Bauteil auflegen (bei der
Höhenleitwerks-Unterseite etwa 5 mm von dem Seitenleitwerkssteg freilassen, das ist bei der Endmontage die notwendige Klebeauflage).
Die Bügelfolie jetzt an den Ecken vorsichtig mit dem Bügeleisen anheften (Hinweise für die Temperatureinstellung in der Werkzeugkunde), dann die Folie leicht über die Kante des Bauteils spannen und entlang dieser anbügeln. Wenn die Folie rundum angeheftet ist, kann man die gesamte Fläche mit leichtem Druck und nicht zu hoher Temperatur aufbügeln.

Jetzt werden die überstehenden Ränder auf das endgültige Maß zugeschnitten, dieser Rand sollte etwas weniger sein, wie das Leitwerk dick ist. Die Überstände können nun rundum an die Kanten angebügelt werden, hierbei kann die Temperatur ruhig etwas höher sein. Als nächstes kommt die entsprechende Leitwerks-Oberseite an die Reihe, einzige Änderung: bügeln Sie die Folie im Übergang vom Höhenleitwerk zum Seitenleitwerk ca. 5 mm auf das Seitenleitwerk auf, das ist die Überlappung für die spätere Seitenleitwerksbespannung. 
Die Reihenfolge ergibt sich damit von selbst, nämlich:
1.) Unterseite HL rechts / Oberseite HL rechts,
2.) Unterseite HL links / Oberseite HL links
3.) Seitenleitwerk rechts
4.) Seitenleitwerk links
Sollte sich ein Bauteil durch die Spannung der Folie wölben oder verbiegen, bügeln Sie von der Gegenseite einfach noch mal darüber und halten Sie es bis zum Abkühlen flach auf dem Baubrett fest.

Seite 40, Fotos 187 bis 192
Das fertig bespannte Leitwerk kann jetzt schon endgültig montiert werden. Lassen Sie sich etwas Zeit beim genauen Ausrichten und fixieren Sie den Rumpf dabei sicher auf dem Baubrett, ein schief eingesetztes Leitwerk kann später nicht mehr gerichtet werden und sieht am Modell nicht gut aus.

Seite 41, Fotos 193 bis 198
Wenn Sie die Bespannung des Leitwerks gemeistert haben, dann ist das Bespannen des Rumpfdeckels sicher kein Problem mehr gewesen. Die Verriegelung muss nun angeklebt werden... bitte  nur wenig Epoxyleber einsetzen, sollte Kleber in die Mechanik eindringen ist diese danach unbrauchbar. Die Verriegelung am Rumpf auf Funktion prüfen, evtl.die Bohrung für den Verriegelungsstift etwas aufweiten. Flächenmittelstück nur im später sichtbaren Bereich bespannen und die Bohrung für die Befestigungsschraube freilegen, hier reicht es, die Folie nur über Kreuz einzustechen.

Seite 42, Fotos 199 bis 204
Seite 43, Fotos 205 bis 210
Seite 44, Fotos 211 bis 216
Jetzt bekommt der Rumpf sein “ Kleidchen “. Wir beginnen am Rumpfheck mit der Bespannung der Rumpfabschlüsse. Dann kommte aber noch wieder etwas Klebearbeit dazu, die Röhrchen für die Ruderanlenkungen müssen ja noch eingebaut werden. Die Bespannung im Bereich des Langlochs einschneiden und das Röhrchen einschieben, durch die Bohrung in dem Halbspant und der Rumpfrückwand durchfädeln und mit Speedkleber verkleben, dabei ca. 5 mm in den Servoraum ragen lassen. Die Röhrchen im hinteren Austrittsbereich in einem weichen Bogen verlegen.

Seite 45, Fotos 217 bis 222
Seite 46, Fotos 223 bis 228
Nun kann der gesamte Rest des Rumpfes bespannt werden.
Die Reihenfolge solte immer sein:
1.) Rumpfunterseite
2.) Rumpfseitenteile
3.) Rumpfoberseite
Die einzelnen Teile immer mit etwa 5 mm Überlappung bebügeln.

Die fertig bebügelten Ruderblätter könne jetzt montiert werden. Das Scharnier bildet hier ein Tesafilmstreifen ( s.auch Werkzeugkunde ). Legen Sie beim Verkleben der Teile das Ruderblatt in der entgegengesetzten Richtung zum Tesastreifen ( also mit der angeschliffenen Scharnierkante ) an die Leitwerkskante an und drücken den Tesastreifen dann erst an, damit haben Sie später den maximalen Ruderausschlag sicher gestellt. Von der Gegenseite werden zum Sichern noch kurze Tesastreifen in die entstandene Ruderkehle eingeklebt. Die Ruderhörner RC 4 können nun in den vorgesehenen Bohrungen der Ruderblätter montiert werden.

Seite 47, Fotos 229 bis 234
Seite 48, Fotos 235 bis 240
Über den Einbau der Servos bzw. der RC-Komponenten haben wir in einem gesonderten Bereich (RC - Technik) viel Information für Sie bereit gestellt.

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