Wichtige Werkzeuge

Zangen

Neben den bereits beschriebenen Arbeitsschritten, wie das Eindrücken und Herausziehen von Steckund Pinwandnadeln sind Zangen auch für andere Arbeitsabschnitte wichtige Helfer im Modellbau. Hier gibt es die unterschiedlichsten Exemplare auf dem Markt, Flachzangen, Rundzangen, Kneifzangen usw. - eine nicht zu große Kombizange reicht aber für den Aufbau des Modells absolut aus. Zum Festhalten von Gewindemuttern oder Gabelköpfen beim Verschrauben bis hin zum Abkneifen von Drahtgestängen können alle fast Arbeiten mit dieser Kombizange erledigt werden. Vorsicht ! die abgekniffenen Drahtenden können wie Pfeile durch die Luft fliegen, eine übergestülpte Plastiktüte verhindert diese sicher.

 

Cuttermesser

Ein wichtiges Werkzeug für den Aufbau des Modells ist ein normales Cuttermesser mit Abbrechklingen. Teppichmesser sind hier wegen der dicken Klingen nur bedingt geeignet. Bereits zum Auslösen der Bauteile aus den Laserzuschnitten leistet ein guter Cutter hilfreiche Dienste. Stechen Sie die Haltestege einfach mit der Klingenspitze durch. Bei späteren Bauabschnitten wie z.B. der Bespannung ist eine Cuttermesser unerlässlich.

Achten Sie beim Umgang mit einem ( sehr scharfen ) Cuttermesser immer auf Ihre Sicherheit, schneiden Sie immer vom Körper weg, wenn Fingerspitzen über ein aufgelegtes Linieal hinweg ragen, kann das zu bösen Verletzungen führen. Schieben Sie die Klinge sofort nach dem Gebrauch wieder ein, auch ein herumliegendes, offenes Cuttermesser kann durch Unachtsamkeit zu Verletzungen führen. Brechen Sie den stumpf gewordenen Klingenabschnitt nicht einfach auf einer Unterlage ab, sicherer ist es, diesen mit einer Flachzange abzubrechen wobei man nur den abzubrechenden Abschnitt bis zur Sollbruchstelle aus der Führung heraus schiebt. Auch ein Cuttermesser gehört nicht in Kinderhände.

 

Schraubenzieher

Diese Werkzeuge sind in unterschiedlicher Form unerlässlich. Man unterscheidet zwischen Kreuzschlitz und Schlitzschraubenziehern. Für die im Modellbau verwendeten, meist relativ kleinen Schraubengrößen gibt es Sortimente von sog. Feinmechanikerschraubenziehern. Gerade bei Kreuzschlitzschrauben sollte die Spitze des verwendeten Schraubenziehers möglichst genau in den Schraubenkopf passen, schon einmaliges Durchrutschen beim Anziehen einer solchen Schraube kann diese unbrauchbar machen und auf Dauer auch den Schraubenzieher beschädigen. Vorsicht! auch mit einem Schraubenzieher kann man sich verletzen, wenn man beim Anziehen oder Lösen einer Schraube abrutscht und dabei mit der Spitze auf die haltende Hand zielt. Deshalb besser das Werkstück mit einer Zange festhalten oder auf eine sichere Unterlage ( Baubrett ) legen.

 

Bohrer

Bei dem PRIMO beschränken sich Bohrarbeiten durch den hohen Vorfertigungsgrad nur auf das Anpassen der Kunststoffnasenhaube. Wenn vorhanden erledigt man das mit einem kleinen Akkubohrschrauber. Wie bei jedem Elektrowerkzeug ist auch beim Umgang mit der Bohrmaschine Vorsicht geboten. Bohren Sie niemals in Richtung der Hände oder Finger, ein plötzlich durch das Material dringender Bohrer kann erhebliche Verletzungen verursachen. Besser ist es, das zu bearbeitende Werkstück auf eine Unterlage zu legen. Natürlich sollten Bohrer gut scharf sein, nur damit kann man ohne viel Druck saubere Löcher bohren und man vermeidet, daß ( gerade dünne Bohrer ) durch zu hohen Druck abbrechen.

Das Ganze geht aber auch ohne dieses Werkzeug wie folgt: die erforderlichen Löcher in der Kunststoffhaube mit einer spitzen Nagelschere unter Drehbewegung durchstechen und auf das Schraubenmaß aufweiten, die Haube an den Rumpf anpassen und die Bohrungen am Rumpf anzeichnen, die angezeichneten Stellen am Rumpf mit einer Pinwandnadel tief einstechen und etwas aufweiten, den Rest erledigt die Schraube beim Eindrehen.

 

Sägen

Einige Bauteile wie Leisten müssen nach Plan abgelängt werden. Hierzu sind kleine Bügelsägen mit Metallsägeblatt gut geeignet. Wenn möglich das Bauteil zum Sägen in einen Schraubstock einspannen oder auf der Kante des Baubretts festhalten und absägen. Wenn vorhanden, ist auch die gute, alte Laubsäge eine wertvolle Hilfe. Üben Sie beim Sägen keinen zu großen Druck auf die Säge aus, das macht den Schnitt unsauber und nicht exakt. Vorsicht ! auch mit einer Handsäge kann man sich, wenn man abrutscht verletzen.

 

Lötkolben

Für einige Arbeiten beim Einbau der Antriebskomponenten ( Motor, Regler, Akku ) ist ein elektrischer Lötkolben mit 15 bis 25 Watt Leistung erforderlich. Obwohl die meisten Steckverbindungen vorkonfektioniert sind bleiben noch wenige Lötarbeiten übrig. Das bezieht sich in der Hauptsache auf das Anlöten von Verbindungssteckern. Hierfür gibt es sehr praktische Halter, aber auch mit etwas Improvisation kann man sich helfen. Zwei kurze Holzbrettchen, auf welchen man jeweils das Kabel und den Stecker mit Kreppklebeband aufklebt halte die Lötstelle während des Lötvorgangs in Position. Führen Sie den heißen Lötkolben an die Verbindungsstelle heran und erhitzen diese, bei ausreichender Temperatur schmilzt das zugeführte Elektroniklötzinn und verbindet die Teile.

Die Lötstelle sollte bis zum Auskühlen nicht bewegt werden, das Lötzinn sollte nach dem Erkalten eine glänzende Oberfläche haben. Notfalls das Ganze nochmals bis zum Flüssigwerden des Lötzinns erhitzen.

Auch die notwendige Isolierung der Stecker mit Schrumpfschlauch kann mit dem Lötkolben durchgeführt werden, Schrumpfschlauch auf den Stecker aufschieben und vorsichtig unter Drehbewegung an den Schaft der Lötspitze heranführen bis der Schrumpfschlauch eingeschrumpft ist. Hierbei den Schrumpfschlauch nicht überhitzen. Während der Arbeitspausen sollte der Lötkolben in einer sicheren Halterung ruhen.

Vorsicht! Das man sich an einem heißen Lötkolben erheblich verbrennen kann ist selbstverständlich, aber auch noch nicht ganz erkaltete Lötstellen können Verbrennungen verursachen. Eine verunreinigte Lötspitze reinigt man einfach in dem man diese in heißem Zustand über einen nassen Baumwolllappen oder spezielle Schwämmchen reibt.