Kleben

Holzleim

Für die meisten Verklebungen der Bauteile ist Holzleim die erste Wahl. Holzleim hat sehr viele positive Eigenschaften, er ist lösemittelfrei, geruchsneutral und bietet nach dem Aushärten ein hohe Festigkeit der verklebten Bauteile. Einseitig auf das Bauteil aufgetragen und mit dem zu verklebenden Bauteil verpresst oder in Position fixiert entstehen hochfeste Verklebungen. Auch wenn bei modernem Holzleim eine schnelle Anfangsfestigkeit der Klebestelle gegeben ist, sollte man diese bis zur absoluten Aushärtung für einige Stunden fixiert lassen. Zusätzliche Festigkeit von rechtwinklig verleimten Klebestellen bringt eine nachträglich eingelegte Leimraupe am Stoß der Bauteile ( vermuffen ) welche in frischem Zustand leicht mit dem Finger geglättet werden kann. Ausgetretenen Leim kann man leicht mit einem Lappen oder Haushaltstuch entfernen. Evtl. Verschmutzungen mit Kleber an Werkzeugen, Händen oder Kleidung können in frischem Zustand leicht mit Wasser entfernt werden. Die Dosierspitze sollte möglichst sofort nach dem Gebrauch wieder verschlossen werden, um ein Verstopfen zu verhindern. Lesen Sie bitte auch die Sicherheitshinweise auf der Verpackung !

 

Sekundenkleber/Speedkleber

Neben dem bereits beschriebenen Holzleim findet sogenannter Sekundenkleber im Modellbau immer mehr Verwendung. Der Vorteil liegt hierbei in den extrem kurzen Trockenzeiten und der Vielfalt der zu klebenden Werkstoffe. Nachteilig jedoch ist, daß diese Kleber sehr spröde aushärten und eine Spaltüberbrückung der Klebestelle nur mit zusätzlichen Hilfsmitteln wie Füllpulver oder durch eine nachträglich eingebrachte Leimraupe möglich ist. Den Vorzug sollte man bei diesen Klebern den dünnflüssigen Varianten geben. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch, daß der Umgang mit Sekundenkleber nicht ganz ohne Gefahren ist. Mit Sekundenkleber verklebte Fingerspitzen oder Augenlieder sind ohne medizinische Hilfe nicht mehr voneinander zu trennen. Der kleinste Spritzer führt zur sofortigen Verklebung der betroffenen Hautpartien. Hinzu kommt, daß diese Kleber bei der Aushärtung beißende Gase entwickeln, welche nicht nur unangenehm sonder auch nicht ungefährlich sind. Deshalb sollte die Anwendung nur in gut belüfteten Räumen erfolgen. Keinesfalls gehört Sekundenkleber in die Hände von Kindern, der Umgang hiermit ist einfach zu gefährlich. Lesen Sie bitte unbedingt die Sicherheitshinweise auf der Verpackung !

 

Epoxikleber

Für einige Verklebungen kommt man an der Verwendung von 2 Komponenten Epoxiklebern nicht vorbei. Im Besonderen wird dieser Kleber bei Klebestellen von Metall gegen Holz oder Kunststoff verwendet. Die Klebestellen sind nach dem Aushärten extrem hoch belastbar. Zur Verarbeitung müssen die beiden Komponenten, Harz und Härter, zu gleichen Anteilen gemischt werden. Mischen Sie bitte nur so viel Kleber an, wie für die jeweils aktuelle Klebestelle benötigt wird. Zweckmäßigerweise legen Sie hierzu zwei gleich lange Stränge von Harz und Härter auf ein Blatt Papier und vermischen diese gründlich mit einer Holzleiste untereinander. Der Kleber kann dann mit der Holzleiste auf die Klebestelle aufgebracht werden. Eine erste Aushärtung tritt nach einigen Minuten ein, endgültige Festigkeit nach einigen Stunden. Vermeiden Sie direkten Hautkontakt mit dem noch flüssigen Kleber, dies kann u.U. zu Hautreizungen führen. Lesen Sie bitte auch die Sicherheitshinweise auf der Verpackung oder dem Beipackzettel !

 

Klebeband

Klebebänder oder Klebefilm sind erforderliche Hilfsmittel, welche in einigen Bauabschnitten benötigt werden. Zum Beispiel ist Krepp-Klebeband für das Aufheften der Pläne bzw. der Abdeckfolien auf dem Baubrett hilfreich. Auch zum Fixieren einiger Bauteile während der Trocknung kann dieses helfen. Transparenter Klebefilm wird benötigt, um die Ruderscharniere für Höhen- und Seiteruder herzustellen. Ungeeignet hierfür sind schmale Verpackungsbänder. Der Fachhandel hält hierfür spezielle Scharnierklebebänder bereit, aber auch sog. Dokumenten-Klebebänder mit ca. 19 mm Breite sind geeignet.